KfW-Studie zur deutschen Klimaneutralität.

KfW: Klimaneutralität 2045, anspruchsvoll aber machbar.

Die KfW hat eine Studie zum Investitionsbedarf für die Klimaneutralität Deutschlands vorgestellt. Nach Berechnungen von Prognos im Auftrag der KfW muss Deutschland für die Klimaneutralität 2045 rund 6 Billionen Euro investieren, das entspricht 290 Mrd. Euro pro Jahr. Allerdings wären auch ohne Klimaschutz weitere Investitionen in fossile Technologien nötig. Zusätzlich erforderlich sind deshalb lediglich 65 Mrd. Euro pro Jahr, weniger als 2 % des BIP. KfW-Chef Stefan Wintels spricht von einer „anspruchsvollen, aber machbaren Herausforderung“.

Die KfW betont außerdem den wirtschaftlichen Nutzen: Deutschland ist zweitgrößter Exporteur von Klimaschutzgütern, und der Markt wächst rasant. Der Umstieg dürfte die Energiekosten senken. Zudem kostet der Klimawandel immer mehr Geld. Die Hitzewelle 2026 habe die Wirtschaftsleistung deutlich geschmälert, die Vermögensschäden durch Extremwetter der letzten fünf Jahre schätzt die KfW auf über 50 Mrd. Euro.

Der Verkehr hat mit 45 % den größten Anteil am Investitionsbedarf, um Klimaneutralität zu erreichen: Fast die Hälfte der Gesamtsumme muss aufgewendet werden, um die Mobilität zu dekarbonisieren. Auch im Energiesektor sind umfangreiche Umbauarbeiten nötig. Rund 25 % des Kapitals fließen hier in Erzeugung, Netze und Speicher. Der Gebäudesektor benötigt weitere 22 %, während die Industrie mit 8 % den geringsten Anteil ausmacht.